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EINE für ALLE

03.10.12
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Den Einleitungstext finden Sie auch bereits hier:

Sehr geehrte Damen und Herren,

passend zum heutigen Tag der Deutschen Einheit, möchte ich mit Ihnen über einen Teilaspekt aus meinem Konzept für die "EINE für ALLE" diskutieren, der mir besonders am Herzen liegt: Die Zusammenführung der Stärken von gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen zu EINER neuen starken Solidargemeinschaft. Als Rechtsform wäre beispielsweise eine Genossenschaft denkbar. Wichtig ist mir dabei, dass diese moderne Einrichtung von den Mitgliedern selbst verwaltet ist. Damit ist gemeint, dass sie weder staatlich über die Regierung noch privat von einem Konzern geführt wird. Abgesichert sind darin alle Menschen, die in Deutschland ihren Lebensmittelpunkt haben. Das bedeutet: niemand steht ohne Schutz da.

Warum sollte das vorteilhaft sein?
Nach dem mathematischen "Gesetz der großen Zahl" verringert sich mit der Größe der Gemeinschaft das Zufallsrisiko. In diesem Fall, das Risiko krank zu werden und Geld für die Behandlung zu benötigen. Das schafft stabile Beiträge für alle. In der privaten Krankenversicherung gibt es für knapp 9 Millionen Versicherte mehrere tausend Tarifwerke, die auch noch nach Männern, Frauen, Kindern und Jugendlichen unterschieden werden. Seit dem 01.01.09 noch nach "alter" und "neuer" Welt und ab dem 21.12.12 noch nach "Unisex-Tarifen". Die Kollektive werden also immer kleiner - was zu immer höheren Beitragsanpassungen führt. Auch die City BKK war bei etwa 200.000 Mitgliedern mit einigen Schwerkranken finanziell überfordert und musste deshalb Insolvenz anmelden. 82 Millionen Menschen sind eindeutig eine stärkere Gemeinschaft.

Geschlecht, Alter, Gesundheitszustand, besondere Leistungen oder Selbstbehalte würden sich auch nicht mehr auf die Preisgestaltung auswirken, denn die Beiträge werden nach der persönlichen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erhoben. Wer mehr verdient zahlt auch mehr und die Leistungen sind für alle gleich. Solidarisch eben. Individuelle Preisdifferenzierungen führen in der Regel zu Nachteilen für die finanziell Schwächeren und wirken somit entsolidarisierend.

Jetzt stellt man sich unter EINER Solidargemeinschaft oft so ein Schreckensbild von "Einheitsversicherung" vor, einem Monopol, das entweder sehr träge ist oder die Mitglieder durch seine Marktmacht quasi "aussaugt". Wenn man dieses Bild vor Augen hat, ist es nicht verwunderlich, dass die EU bestrebt war, solche Monopole zu beseitigen. Mir schwebt jedoch ein wesentlich lebendigerer Organismus vor. Das Wichtigste ist schon einmal, dass die Orientierung an den Patienten und am Gemeinwohl im Vordergrund steht und nicht der Profit. Die Organisation ist modern, wirtschaftlich, bedarfsorientiert und entwickelt sich nach dem best-practice-Ansatz dynamisch weiter. Das führt zu einem enormen Bürokratieabbau und Einsparungen bei Verwaltung, Marketing und Vertrieb. Die Vergütung mit den Leistungserbringern erfolgt papierlos, zeitnah und transparent. Das Geld der Versicherten bleibt im System und kommt als Versicherungsleistung wieder bei den Versicherten an. Die bisherigen Arbeitsplätze fallen nicht weg, sondern verändern sich. Die Orientierung liegt dabei jedoch mehr auf der Entstehung von Gesundheit (Salutogenese) und nicht mehr auf Krankheit. Letztlich erreichen wir damit "Mehr Gesundheit für weniger Geld für alle". Denn ein Gesundheitswesen soll den Menschen dienen und nicht umgekehrt.

Viele halten jedoch noch am Wettbewerbsmodell fest und versprechen sich von mehreren konkurrierenden Einrichtungen, dass diese sich im Wettbewerb um die Kunden mehr bemühen. So werden höhere Servicestandards, niedrigere Preise und bessere Leistungen erwartet. Aber trifft das in unserem Krankenversicherungssystem immer so zu? Ich glaube, es ist eher eine Frage des Bewusstseins, der wertschätzenden Haltung. Wenn wir in dem Bewusstsein arbeiten, dass wir das wirklich zum höchsten und besten Wohle aller tun - also auch für uns selbst - dann wird das ein gutes Ergebnis erzeugen. Und wenn man mit seiner Versicherung zufrieden ist, muss man ja auch nicht wechseln. Deshalb ist es wichtig, dass in dieser EINE für ALLE der Service und die Gesundheitsversorgung vor Ort GROSS geschrieben werden.

Im Detail können Sie das im Konzept nachlesen...

Was halten Sie davon? Jetzt würde mich Ihre Meinung interessieren.
Was bräuchte es noch, damit dieses Modell "EINE für ALLE" funktioniert?


Ich lade Sie ein, mutig, kritisch und kontrovers zu diskutieren. Lediglich ein wertschätzender Umgangston liegt mir am Herzen.
Dieses Forum habe ich heute ganz neu eingerichtet. Ich hoffe es gelingt, dass wir viel Spaß damit haben. Sollte etwas nicht funktionieren mailen Sie mir bitte. Danke!

Da ich um die zahlreichen ExpertInnen des Gesundheitswesens in meinem Netzwerk weiß, bitte ich um Ihre fundierte Expertise zu diesem Thema. Gerne mit Quellenangaben oder Unterlagen in Dateiform dazu. So können wir das Konzept gemeinsam weiter entwickeln.

Ganz herzlichen Dank für Ihren Beitrag und nun: auf das Forum - Fertig - Los!

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