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Nahrungsergänzungsmittel

17.01.13
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Den Einleitungstext finden Sie auch bereits hier:

Nahrungsergänzungsmittel - notwendig oder Abzocke?

(zu diesem Artikel können Sie im Forum mitdiskutieren!)

In den letzten zwei Wochen hatte ich drei ausführliche Gespräche, bei denen es um Nahrungsergänzungsmittel (NEM) geht. Mir stellt sich dabei konkret die Frage, ob ich diese Angebote - die sich erst einmal recht überzeugend anhören - in die Infothek aufnehmen soll oder nicht. Meiner Intuition gefällt aber daran etwas nicht.
Diesem Grummeln bin ich heute nachgegangen - und habe darüberhinaus eine interessante Entscheidungsmethode gefunden.

Nahrungsergänzungsmitteln zählen rechtlich zu den Lebensmitteln. Deshalb ist das Thema erst einmal für jeden Menschen interessant, der den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit erkennt. Es wird dabei das gute Gefühl erzeugt, etwas für die eigene Gesundheit zu tun und der Pharmaindustrie ein Schnippchen zu schlagen. Heilungsaussagen dürfen jedoch nicht getroffen werden. Die meisten Produkte, die mir in der letzten Zeit präsentiert wurden, kann man offenbar unabhängig von einer Indikation nehmen. Sie helfen in der Regel ganz universell. Vorgestellt wurden mir die Produkte von wirklich sympathischen Menschen, die mir glaubhaft versicherten, dass es ihnen um das Wohl der Menschen und nicht ums Geldverdienen geht. Da würde auch kaum jemand etwas anderes behaupten wollen. Warum also mein komisches Gefühl bei der Sache?

Zum einen ist es dieses Multi-Level-Marketing (MLM) das ich nicht besonders mag. Für mich steht da das Geldverdienen durch den Produktverkauf durchaus sehr weit im Vordergrund. Denn der dauerhafte Konsum wird als vorteilhaft dargestellt. Ehrlich gesagt, will ich mich weder von Arzneimitteln noch von Nahrungsergänzungsmitteln abhängig fühlen. Denn dahinter steht für mich der Glaube an ein Mangeldenken ("gesunde Ernährung alleine reicht nicht aus...") und dies wiederum erzeugt Angst ("das Produkt xy schützt vor Krebs, Herzinfarkt etc..."). Gerade Mangeldenken und Angst erzeugen meiner Meinung nach Krankheit.

Es wird argumentiert, dass von Nahrungsergänzungsmitteln vor allem alte Menschen, Raucher, Menschen mit hohem Alkoholkonsum, schlechter Ernährung und Stress profitieren. Hallo? Ist das Älterwerden eine Krankheit? Hier wäre unsere Haltung zu hinterfragen. Sorry, aber wäre es nicht sinnvoller das Rauchen und Saufen aufzuhören und sich wieder vernünftig zu ernähren, als alibimäßig ein paar Pillen oder Säftchen einzunehmen? Dann wäre gleich doppelt gespart und es wäre sicher gesünder, denn Nahrungsergänzungsmittel können auch Nebenwirkungen haben. Offenbar sollte man auch darauf achten, dass diese Produkte wirklich aus natürlichen Zutaten hergestellt wurden, denn 95 % der NEM´s bestehen auf Erdöl-Basis. Was hat das in meinem Körper verloren? Diese bequeme Scheinlösung unserer Lebensstil-Probleme führt nur zu Scheingesundheit. Da halte ich ein Bewusstmachen der eigenen Themen und gegebenenfalls das Verändern der Lebensumstände für wesentlich sinnvoller, weil es an die Ursachen geht.

Soviel zum Thema "Mehr Gesundheit...". Wie sieht es aber mit dem "...für weniger Geld" aus? Immerhin nimmt bereits jedeR Dritte in Deutschland Nahrungsergänzungsmittel, was zu einem Umsatz von über einer Milliarde Euro in Deutschland führt. Bei über 280 Mrd. Euro im Jahr ist das zwar nicht so viel, aber immerhin. Zumindest entscheidet sich jedeR eigenverantwortlich dafür - und zahlt auch selbst. Mir persönlich erschienen die mir angebotenen Produkte als durchaus teuer. Das "...für weniger Geld" ist mir hier zu wenig erfüllt. Mir geht es bei der Infothek mehr um den Spirit von Hilfe zur Selbsthilfe.

Wenn ich gerade ganz still werde, höre ich, wie sich jemand ins Fäustchen kichert. Ich hab den Eindruck, die Pharmaindustrie und die Lebensmittelindustrie tun sich zusammen, weil wir sie mittlerweile einzeln durchschauten. Jetzt produzieren sie Nahrungsergänzungsmittel - bis wir auch das durchschauen. Und danach wird dann das Wasser privatisiert...

Das ist aber nur meine heutige, persönliche Meinung. Die ist sicherlich viel zu pauschal und man müsste hier mehr differenzieren. Sicherlich können bestimmte Produkte bei klaren Indikationen hilfreich sein. Aber ich möchte nicht darüber urteilen oder jetzt nicht alles ausprobieren müssen, um meine Empfehlung als Beitrag in die Infothek zu stellen. Deshalb gebe ich dem Thema einen Raum im Forum. Dort sind Sie alle herzlich eingeladen, die Produkte vorzustellen und zu diskutieren. Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit dem Forum. Das finde ich bei dem Thema sogar spannender als einen Eintrag in die Infothek.

Habe ich Sie jetzt verwirrt? Dann gebe ich Ihnen wenigstens noch einen Tipp mit auf den Weg: wenn Sie sich bei einer Entscheidung nicht sicher sind, dann fragen Sie einfach Ihr Unterbewusstsein. Dort erhalten Sie wahrscheinlich eine für Sie ganz persönlich stimmigere Antwort als von Leistungserbringenden oder Verkäufern aller Art.

Deshalb hier der Armlängentest von Uwe Albrecht von www.innerwise.eu: