Unser Name Ziele Projekte Infothek für Sie EINE für ALLE (E-Book) Aktuelles Vorträge/Termine gut finden und mitmachen Spenden Blog Forum Humor Stickergalerie Über uns Supporter

Unser Name

Unser Name ist Programm

Gesundheit und Heilung stellen nach unserer Sicht keine knappen Güter dar. Diese Perspektive unterscheidet unsere Haltung von einem zu engen betriebswirtschaftlichen Blick.

Es gibt zahlreiche individuelle Risikofaktoren und Ressourcen, die sich auf Ihre Gesundheit auswirken. Wir wollen Sie dazu einladen, Ihre eigenen Ressourcen konkret zu stärken und Ihre Gesundheitskompetenz zu erhöhen und sich gemeinsam mit uns für gesündere Rahmenbedingungen für uns alle einzusetzen.

Wir sind der Meinung, dass es zahlreiche Stellschrauben im Gesundheitswesen gibt, mit denen mehr Gesundheit für weniger Geld erreicht werden kann.

Beispiel Stärkung der Gesundheitskompetenzen:
Man kann sich als RheumapatientIn unnötigerweise zum/r chronisch und unheilbar Kranken stigmatisieren (lassen) und ein lebenlang teure Medikamente nehmen. Im besten Fall erreicht man dadurch eine Scheingesundheit, da die Symptome unterdrückt werden ohne die Ursachen zu beseitigen.
Man könnte aber auch diese Ursachen beseitigen, indem man seinen Körper entgiftet, Leber, Darm und Zahnherde reinigt und die Ernährung umstellt.
Dazu muss man aber erstens selbst willens sein, zweitens an die erforderlichen Informationen gelangen und drittens bedarf es professioneller HeilbehandlerInnen, die das Wohl ihrer PatientInnen im Sinn haben und diese bei einem solchen Prozess unterstützen - obwohl sie dadurch vielleich weniger verdienen würden!
Mehr dazu...

Beispiel Verbesserung der Strukturen in der Gesundheitsversorgung:
Menschen mit einer schizophrenen Erstpsychose werden in Deutschland in erster Linie mit hochdosierten Neuroleptika dauerhaft behandelt. Hinzu kommen stationäre Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken. Der erfolgreiche Ansatz des Offenen Dialogs aus Finnland agiert hingegen mit ambulanten, aufsuchenden Behandlungsteams. In die Sitzungen wird das soziale Netzwerk des/der Betroffenen mit einbezogen. Medikamente werden - wenn überhaupt - nur kurzfristig und niedrig dosiert eingesetzt und Krankenhausaufenthalte meistens vermieden.

Um diesen Ansatz in Deutschland flächendeckend umzusetzen, müssten die Fachkräfte weitergebildet und entsprechende Behandlungsteams eingesetzt werden. Es ist eine sektorübergreifende und interdisziplinäre Zusammenarbeit erforderlich. Die Finanzierung dieses Ansatzes über ein einheitliches regionales Budget würde die Situation zusätzlich vereinfachen, da momentan noch unterschiedliche Kostenträger beteiligt sind.

Das kostet am Anfang vielleicht sogar noch mehr Geld. Aber durch den Abbau der stationären Betten und der Reduzierung der Medikamente kann es langfristig zu Kostensenkungen kommen. Mehr dazu...

Beispiel Verbesserung der Strukturen bei der Finanzierung:
Momentan gibt es in Deutschland 134 gesetzliche Kassen und 48 private Krankenversicherungen. Es herrscht ein harter Konkurrenzkampf, der durch Vertrieb und Marketing hohe Ressourcen verbraucht. Den Versicherten bringt das nur Untransparenz und Ungerechtigkeiten bei den Leistungen und den Beiträgen. Mit EINER Solidargemeinschaft für ALLE könnte ein effektiver Risikosausgleich erreicht werden, der zu stabilen und solidarischen Beiträgen führt. Die Gesundheitsversorgung könnte wesentlich effizienter organisiert werden. Mehr dazu...

Weitere Beispiele hierzu finden Sie in der Infothek und in unseren Projekten.

Was es NICHT ist

Der Name "Mehr Gesundheit für weniger Geld" sorgt manchmal für Irritationen.
Deshalb an dieser Stelle ein paar Sätze dazu, was wir damit NICHT meinen:

1. Mehr Gesundheit für mehr Geld
Wir sind der Meinung, dass mit jährlich 300 Mrd. Euro genug Geld ins Gesundheitswesen fließt. Unserer Wahrnehmung nach werden diese finanziellen Mittel oft nicht sinnvoll verteilt. Die Umkehr der Ausrichtung weg von der Verrichtung zur Ergebnisqualität und mehr Kooperation statt Konkurrenzk(r)ampf (besser klingend: Wettbewerb) würden nachhaltig die Kosten senken.
Eine Erhöhung der Mittel käme vermutlich nicht dort an, wo sie benötigt werden, sondern würden als zusätzliche Gewinne von privatwirtschaftlichen Konzernen (Pharma, Krankenhaus etc.) in den Taschen der Aktionäre verschwinden.
Ein MEHR an Ausgaben würde von uns allen durch Beiträge finanziert und keiner von uns kann wollen, dass diese uferlos steigen.

2. Weniger Gesundheit für mehr Geld
Das ist der aktuelle Trend der Ökonomisierung und Privatisierung im Gesundheitssystem.
„Geld ist nicht mehr Mittel zum Zweck der Versorgung von Kranken, sondern die Versorgung von Kranken wird Mittel zum Zweck der Erzielung und Optimierung von Erlösen“ (Simon).
Das gefällt uns nicht. Und Ihnen?

3. Weniger Gesundheit für weniger Geld
Dieses Vorurteil schlägt uns gelegentlich von Beschäftigen im Gesundheitswesen entgegen, die dahinter unsinnige Sparmaßnahmen vermuten, welche die Qualität der Versorgung senken.